Archiv der Kategorie 'Freiräume'

Hausbesetzungen…ja bitte!

Im folgenden ein Text von uns zu Hausbesetzungen und gleichzeitig Aufruf zu den Squatting Days vom 27.08-31.08 in Hamburg

Weitere Infos zu den Squatting Days hier

Häuser besetzen! (sowieso!)

Squats sind sinnvoll
Besetze Häuser haben zunächst, einen ganz praktischen Nutzen, da Menschen in Wohnprojekten zusammen leben können und leerstehende Häuser als Wohnraum nutzen, oder linke Zentren entstehen in denen emanzipatorische Politik mit antifaschistischen und antikapitalistischen Ansprüchen organisiert werden kann.
Dies ist ein wichtiger Grund, warum eben diese Freiräume sinnvoll sind und uns im alltäglichen Leben helfen können mit der Gesamtscheiße fertig zu werden, auch wenn politische Räume oft viel Arbeit bedeuten.
Des Weiteren können Hausbesetzungen auf zumindest einen alltäglichen kapitalistischen Widerspruch hinweisen und diesen zuspitzen. Und zwar, dass es Leerstehende Häuser gibt und trotzdem Menschen auf der Straße leben! (mehr…)

SubstAnZ bleibt – without questions!

„Seit fast fünf Jahren gibt es nun das selbstverwaltete Zentrum SubstAnZ an der Frankenstraße in Osnabrück. Am 12.03.2014 wurde uns die Kündigung für unser Haus zugestellt. Was bedeutet das? Die Vermieter wollen das SubstAnZ zum 31.05.2015 vor die Tür setzen. Unser Projekt ist damit unmittelbar in Gefahr. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und werden die Kündigung nicht hinnehmen.

Der Betrieb wird auf jeden Fall wie bisher fortgeführt.

Über die Hintergründe: Das SubstAnZ ist aus dem jahrzehntelangen Kampf um ein selbstverwaltetes Zentrum in Osnabrück hervorgegangen. Das Haus in der Frankenstraße ist in Osnabrück eine Basis für politisches Engagement, für unkommerzielle Kultur und offene Jugendarbeit. Der Raum soll frei von Diskriminierung sein. Er soll Begegnungen zwischen Menschen mit vielfältigen Hintergründen ermöglichen, soll Platz bieten, sich politisch zu bilden, sich zu organisieren und zu feiern – ohne Konsumzwang und bezahlbar. So finden im SubstAnZ politische Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen, Mobilisierungs – und Informationsveranstaltungen zu Demonstrationen, Spieleabende, Kreativangebote von Siebdruck bis Theater, sowie Partys und Konzerte statt. Die gesamte Arbeit wird ehrenamtlich und ohne kommunale Zuschüsse geleistet. Alle können sich einbringen.

Vor ungefähr einem Jahr wurde das Gelände, das sich von unserem Haus an der Frankenstraße bis zur Dammstraße erstreckt, an neue Eigentümer verkauft: die „Kolde-Wüst-Löhr-Hefti GbR“. Der bestehende Mietvertrag für unser Haus wurde von diesen übernommen. Sofort haben wir uns um Verhandlungen mit den neuen Vermietern bemüht und sogar Kaufinteresse bekundet. Trotz des desolaten Zustandes des Gebäudes wurde uns als einzige Reaktion eine drastische Mieterhöhung vorgeschlagen. Alle weiteren Kontaktaufnahmen, sowie Angebote unsererseits wurden ignoriert. Überraschend erhielten wir dann die Kündigung zum 31.05.2015.

Offensichtlich wird ein selbstorganisiertes, unkommerzielles Projekt zugunsten von Profitmaximierung verdrängt.

Wir werden diese Kündigung nicht unbeantwortet hinnehmen.

Im SubstAnZ geht´s weiter: Cafés und Kneipen, Konzerte und Partys finden wie gewohnt statt. Außerdem findet im Sommer ein großes Hausfest statt.

Kommt vorbei, bringt euch ein, haltet euch auf dem Laufenden.

Das Plenum des SubstAnZ“

Aufruf der Seite www.substanz-os.de/
substanz bleibt

Support Rote Flora

Am 21.12. findet in Hamburg eine Solidemo für die Rote Flora statt.
Alle Interessierten, die nach Hamburg möchten, können am 17.11. um 19.00 Uhr zum Substanz kommen.

Den Aufruf und weitere Infos zur Demo gibts hier

Bundesweites Antifa-Camp vom 24.08.- 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund?

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Zudem machen Dortmunder Nazistrukturen, wie der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”, immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können.

Faschistische Netzwerke – mörderische Politik

Der NWDO ist aus Dortmunder Kameradschaftsstrukturen hervorgegangen und verfügt bundesweit über gute Kontakte. Das zeigt zum einen die breite, bundesweite und auch internationale Teilnahme von Nazis am Dortmunder “Antikriegstag”, zum anderen die personelle und infrastrukturelle Unterstützung bei bundesweiten Nazi-Events. In den letzten Jahren hat die Dortmunder Naziszene durch ihr aktionistisches Auftreten viel Aufmerksamkeit bekommen.

Die Skinhead-Front Dorstfeld greift immer wieder Andersdenkende und Menschen mit migrantischem Hintergrund an. Ein trauriger Höhepunkt ihrer Gewalttaten war der Mord an dem Punker Thomas Schulz 2005 durch Sven Kahlin. Diese Tat wurde von den Nazis mit der menschenverachtenden Parole “1:0” gefeiert. Der vorzeitig aus der Haft entlassene Kahlin fiel im Dezember 2010 sofort wieder durch einen Übergriff auf die alternative Kneipe Hirsch-Q zusammen mit Mitgliedern der Skinhead-Front auf. Seit 2006 war die Hirsch-Q sechsmal das Ziel von Nazis. Am 26. November 2011 griff Sven Kahlin gemeinsam mit fünf anderen Nazis zwei Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund an. Daraufhin wurde seine Bewährung widerrufen, weshalb er momentan wieder in Haft sitzt.

Die rassistisch motivierte Ermordung des Dortmunder Kioskbesitzers Mehmet Kubaşık am 04. April 2006 durch die Nazi-Terrorzelle “NSU” muss noch näher auf mögliche Verwicklungen mit den Dortmunder Neonazi-Strukturen untersucht werden. Ein ehemaliger V-Mann des NRW-Verfassungschutzes erklärte gegenüber der Tageszeitung “WAZ”, dass um das Jahr 2004 herum NPDler aus Dortmund Kontakte zu Rechtsradikalen in Thüringen aufgebaut hätten. Darunter seien auch Verbindungen zur NSU gewesen. Zusätzlich zu diesen Mordkomplexen ist noch der rechte Dortmunder Waffenfanatiker Michael Berger zu erwähnen, der im Jahr 2000 zwei Polizisten und eine Polizistin ermordete.

Leugnen, fördern, bekämpfen?

Die Stadt Dortmund hat mit ihrem Verhalten jahrelang zu einem günstigen politischen Klima für die Etablierung und das Wachstum der Naziszene beigetragen: Das Naziproblem wurde offiziell geleugnet, Naziaktivitäten direkt und indirekt gefördert. Zum Beispiel übte die Polizei bereits 2002 Druck auf den Vermieter eines Veranstaltungsortes aus, so dass dieser ein Blood & Honour-Konzert mit 1200 Leuten nicht (!) absagte. Antifaschistische Aktivitäten wurden hingegen behindert und kriminalisiert. Auf zahlreiche körperliche Angriffe seitens der Nazis in den letzten Jahren folgten kaum juristische Konsequenzen, was sogar die Nazis in einem TV-Interview hämisch kommentierten. Veranlasst durch den letzten Polizeipräsidenten gab es in den letzten Jahren immer wieder bundesweit kritisierte Polizeieinsätze, unter anderem die vielfach öffentlich skandalisierten Polizeikessel im Jahr 2000, bei dem größtenteils jugendliche Aktivist_innen stundenlang festgesetzt wurden. Vor dem letztjährigen “Nationalen Antikriegstag” wurde ein vollbesetzter Kleinbus mit bewaffneten Nazis, die eine Gruppe von Antifaschist_innen angegriffen hatte, nicht verfolgt. Stattdessen wurde gegen die Betroffenen ein Verfahren mit dem Vorwurf des Plaklatierens angestrengt.

Jetzt, wo kaum noch politischer Spielraum besteht, die organisierte neonazistische Gewalt weiter zu ignorieren, ändert sich allmählich etwas in der Stadtpolitik. Der neue Polizeipräsident kündigte einen Politikwechsel seitens der Polizei an und äußerte sich sogar positiv in Bezug auf Blockaden gegen Nazi-Aufmärsche. Das Gebäude, in dem sich das “Nationale Zentrum” befindet, wurde durch die Stadt Dortmund aufgekauft und den Nazis der Mietvertrag gekündigt. Nachdem Ende März Nazis nachts beim Plakatieren gegen die Kündigung abgegriffen wurden, wurde am nächsten Tag u. a. das Nationale Zentrum durchsucht und die Personalien von über 50 Nazis aus Dortmund und Unna überprüft. Die Opferberatung “Back Up! – Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt” wurde ins Leben gerufen, eine eigene “Task-Force” vom Oberbürgermeister eingerichtet und ein “Runder Tisch gegen Rechts” vor wenigen Wochen konstituiert. Dennoch bleibt abzuwarten mit welcher Konsequenz und Kontinuität sich dieser neue antifaschistische Eifer der Stadt entwickeln wird. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Misstrauen angebracht und vielfältige antifaschistische Arbeit nötig ist und auch in Zukunft sein wird.

Unsere Perspektive …

Es ist uns wichtig zu betonen, dass Antisemitismus und rassistische Ausgrenzung weit über den Angriff (staatlich besoldeter und unbezahlter) Nazi-Strukturen hinaus geht. Antifaschistischer Widerstand muss daher auch den Alltagsrassismus bei staatlichen Behörden, beispielsweise in der Flüchtlingspolitik, thematisieren, da diese Zustände erst durch die tiefe gesellschaftliche Verankerung von Rassismus möglich werden. Ein Anknüpfungspunkt für Kritik bietet die Zusammenarbeit mit migrantischen Initiativen, beispielsweise in der Dortmunder Nordstadt, wo nach zahlreichen antiziganistischen Medienberichten die sowieso schon prekäre Situation von Sexarbeiterinnen noch weiter verschlimmert wurde. In ihren öffentlichen Protesten benannten sie als Folgen vor allem den fehlenden Schutz vor gewaltbereiten Kunden, der damit einhergehenden Schutzgelderpressung und Verlust ihrer Selbstständigkeit.

Wir wünschen uns, dass es reichen würde zu sagen: “Sexismus bleibt draußen”. Doch wir wollen geschlechterstereotypen Rollenbildern sowohl “da draußen” als auch bei uns etwas entgegensetzen – und dazu gehört nicht nur die Kritik an offensichtlichen Unterdrückungsverhältnissen. Wenn wir versuchen, uns den gesellschaftlichen Unterschieden von Mann und Frau zu entziehen, bedeutet das auch sensibel zu werden für “unsichtbare”, scheinbar selbstverständliche Hierarchien und Privilegien.

Durch offensives Aufgreifen auch der (sozialen) Frage von Verarmung und Ausgrenzung wollen wir öffentlichen Raum zurückgewinnen und der (un-)sozialen Verankerung der Nazis mit ihren nationalistischen Protesten gegen beschissene Arbeitsbedingungen und Hartz IV nicht das Feld überlassen.

Zudem rufen wir alle dazu auf, mit uns dafür zu kämpfen, dass der 1. September als Antikriegstag in der öffentlichen Wahrnehmung nicht länger faschistisch, sondern progressiv antimilitaristisch besetzt sein wird. Wer den Buchenwaldschwur ernst nimmt, muss Antimilitarismus und Antifaschismus zusammen denken. Das Verharren in fiktiven Teilbereichsbewegungen ist eine uns schwächende und (Widerstands-)weltfremde Sichtweise, mit der sich die Verhältnisse nicht grundlegend ändern lassen.

… ein ambitioniertes Vorhaben

… das eine gute Organisation und durchdachte Konzepte auf vielen Ebenen voraussetzt. Diese werden den Dortmunder Verhältnissen angepasst und stehen im Fokus unserer Vorbereitung.

Mit dem Camp setzen wir ein antifaschistisches Aufbruchsignal gegen den Dortmunder Status quo. Wir gehen mit einer bundesweiten Anstrengung in die Offensive und greifen in einem inhaltlich radikal bestimmten, aber durchaus breiten Bemühen das Treiben der Nazis in ihrer Hochphase der Mobilisierung zum “Nationalen Antikriegstag” an und werden ihnen den Aufmarsch versauen.

Uns sind alle willkommen, denen an einem undogmatisch-radikalen, antifaschistischen Widerstand gelegen ist.

Kommt vom 24.08. bis 02.09.2012 nach Dortmund! Lasst uns gemeinsam den Naziaufmarsch am 1. September verhindern!

Weitere Infos findet ihr unter www.antifacamp.org

Solidarität mit den Angegriffenen der Wohnwelt

Am vergangenen Wochenende griffen etwa 20 Neonazis die Wohnwelt in Wunstorf an.

Hier die Stellungnahme des Vereins Lebenstraum – Wohnwelt Wunstorf zu den Vorkommnissen in der Nacht vom 19.- auf den 20. Mai. 2012

Am Samstag, dem 19. Mai 2012, fand in den Räumlichkeiten der Wohnwelt Wunstorf eine Electro-Party statt, zu welcher etwa 180, zumeist jugendliche Gäste gekommen waren.

Im Laufe der Veranstaltung um circa 22:20 Uhr betraten 2 männliche Personen mittleren Alters den Thekenraum. Äußerlich unverkennbar waren Tattoos sowie übliche Bekleidung der rechten Szene zu erkennen. Unter anderem SS-Runen sowie ein Poloshirt mit der Inschrift der rechtsradikalen Hooligangruppe „Standarte Bremen“. Diese fragten ohne Scheu und selbstbewusst nach 2 Getränken und blieben circa 10 Minuten, in denen sie aufmerksam Personen musterten und die räumlichen Gegebenheiten besichtigten.

Nachdem Beide die Wohnwelt wieder verließen hielten sie sich in einer Gruppe von circa 5-7 Personen auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf.
Etwa eine dreiviertel Stunde später sprach besagte Gruppe dort einen Gast der Veranstaltung an und einer der Männer schlug ihm ohne Vorwarnung frontal ins Gesicht. Der Angegriffene zog sich daraufhin in die Wohnwelt zurück.

Komplett koordiniert und auf ein bestimmtes Zeichen abgesprochen, stürmten besagte 5-7 Personen sowie 15 weitere Personen aus dem Hintergrund in einer sicheren Angriffskonstellation auf die Wohnwelt zu. Innerhalb weniger Sekunden, während Verantwortliche Kräfte der Wohnwelt Gäste in Sicherheit bzw. in das Gebäude zu bringen versuchten, erreichte die Gruppe bereits den Eingangsbereich, drang mit Gewalt durch die Haupteingangstür, welche von innen versucht wurde zuzuhalten, ein und griff männliche sowie weibliche Gäste der Veranstaltung auf brutalste Weise an. Hierbei kamen unter anderem Teleskopschlagstöcke, Schlagringe und so genannte „Chakos“ zum Einsatz. Während der Dauer des Angriffs fielen seitens der Rechtsradikalen immer wieder „Wo ist die Antifa?!“-Rufe sowie weitere einschlägige Sätze betreffend der politischen Ausrichtung und der Suche nach einem „Gegner“. Die Gäste wurden vollkommen unkontrolliert in den Rücken getreten, geschlagen und gejagt. Eine Person wurde über einen Kicker-Tisch geworfen und am Boden liegend weiter zusammengetreten. Inventar wurde umgeschmissen und Türen versucht aufzutreten.

Durch entschlossenes Handeln einiger Anwesender im Veranstaltungsraum konnte den Angreifern der Zugang zu diesem verwehrt werden, während die restlichen Gäste in den Flur- und Küchenbereich im hinteren Teil des Gebäudes flüchteten.

Ebenso koordiniert wie der Angriff verlief, zog sich die Gruppe zügig geschlossen zum Bahnhof zurück.

Die gerufene Polizei erreichte wenig später den Bahnhof und setzte die Angreifer fest.

Durch das brutale Vorgehen der Angreifer wurden ca. 10 Personen leicht verletzt, sowie 2 Personen derart, dass sie in umliegende Krankenhäuser verbracht werden mussten. (U.a. Rücken- und Kopfverletzungen).

Im Verlaufe der Polizeilichen Maßnahmen konnte beobachtet werden, wie die Angreifer, die sich bereits im von der Polizei gestoppten Zug befanden, die Kleidung untereinander tauschten, um das Wiedererkennen durch Zeugen zu erschweren.

Ein großes Problem stellte sich dadurch dar, dass es den verantwortlichen der Veranstaltung nicht möglich war, die Gäste in die schwerer zugängliche und dadurch erheblich sicherere obere Etage zu verbringen, da diese von der Stadt nicht an die NutzerInnen der Wohnwelt freigegeben wird.

Dass es sich bei dem Angriff mitnichten um „gelangweilte Fußballfans auf der Durchreise“ handelte, sondern um einen organisierten Angriff von Rechtsradikalen, zeigt sich unter Anderem durch die gezielten Rufe der Männer nach „Antifas“, durch ihr politisch eindeutiges Auftreten und die Koordination des Angriffs.
Da sich die Personen über eine Stunde am Bahnhof aufhielten, ist deutlich, dass sie nicht auf ihren Zug nach Bremen warteten, da dieser bereits eine Stunde eher gefahren wäre, sondern nach dem Ausspionieren der Veranstaltung auf einen geeigneten Zeitpunkt für einen Angriff warteten.

Die Verantwortlichen des Vereins Lebenstraum e.V. rufen Geschädigte und Zeugen dazu auf, sich per Mail oder auf anderem Weg beim Verein zu melden um einen persönlichen Kontakt herzustellen und gegebenenfalls Unterstützung bei weitergehenden Maßnahmen leisten zu können. (Mail: wohnwelt-bleibt@gmx.de)

Wir erklären uns solidarisch mit den Betroffenen und erwarten, dass die Dinge beim Namen genannt werden. Der Angriff war mitnichten ein ungezielter Angriff von Fußballfans, sondern eindeutig ein rechtsradikaler Übergriff.
Das Abtun als unpolitischen Einzelfall kennen wir leider schon zu Genüge, weswegen dies auf einem Transparent am SubstAnZ Osnabrück aufgegriffen wurde.

Gegen Verhamlosung rechter Gewalt

In Gedanken bei allen Opfern rassistischer Gewalt!

Naziaufmarsch in Bielefeld am 24.12.2011? – Gibt’s nicht!

Für den 24.12.11 ist in Bielefeld ein Naziaufmarsch geplant. Angemeldet wurde dieser von Sven Skoda aus Düsseldorf, nachdem der vorherige Anmelder Marcus Winter seine Anmeldung vom 06.08, nach dem missglückten Aufmarsch ebenfalls in Bielefeld, wieder zurück zog.
Angemeldet ist von 12:30 – 14:30 Uhr unter dem Motto „Der Repression entgegentreten – AJZ dicht machen“. Es soll vom Ostbhanhof losgehen, dann eine Zwischenkundgebung am AJZ geben und am Hauptbahnhof soll die Abschlusskundgebung statt finden.

Kommt am 24.12. alle nach Bielefeld zum Ostbahnhof!
Lasst uns die Nazis da blockieren, wo sie starten wollen!
Lasst uns auch diesen Aufmarschversuch zum Desaster machen!

discrimination.blogsport.de

Filmvorführung ‘69′

Beim nächsten Café Résistance am Dienstag, dem 7.6., zeigen wir den Film ’69′ zum Konflikt um das Ungdomshuset in Kopenhagen 2006/2007.

69

Kopenhagen ist eine von vielen europäischen Städten, die mitten im Prozess der Stadtumstrukturierung und Säuberung durch Stadtverwaltungen stecken. Der organisierte Widerstand, der im Zeitraum der Räumung des Jugendhauses stattfand, brachte den Konflikt auf ein neues Level.

‘69′ schildert die letzten 6 Monate in der Geschichte des Jugendhauses, gesehen durch die Augen der Aktivisten. Durch die Zusammenstellung von einzigartigem Filmmaterial von geheimen Meetings, direkten Aktionen, Riots, den Alltag des Jugendhauskollektivs und die Räumung, gefilmt im Haus, portraitiert diese Dokumentation die Spannungen zwischen marginalisiert und radikalisiert werden.

Das Café ist wie immer ab 19 Uhr geöffnet (SubstAnZ, Frankenstr. 25a).

Grawertstr. 34 in Münster geräumt

Heute morgen um 9 Uhr räumten Polizeibeamte in Münster das seit dem 25. März besetzte Haus Grawertstrasse 34.
Nach jahrelangem sinnlosen Leerstand und während in der ganzen Stadt die Mieten steigen, entschieden sich die Besetzer_innen hier einzuziehen und ein vielfältiges Programm von Partys über Spieleabende bis hin zu kostenloser Nachhilfe auf die Beine zu stellen.
Allerdings machten die Staatsbüttel dem Ganzen mal wieder einen Strich durch die Rechnung und tun ihr Bestes, jeden Ansatz unkommerzieller Wohnkultur im Keim zu ersticken.
Wer Lust und Laune hat, trifft sich heute abend um 20 Uhr vor der Grawerstr. 34.
Mehr Informationen: grawertstrasse.blogsport.de

Grawertstrasse

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NACHTRAG: 80 Menschen gegen Räumung

Am Abend nach der Räumung versammelten sich in der Grawertstraße ca. 80 Leute und zogen mit einem Transpi mit der Aufschrift „Ihr könnt die Blüten abschneiden, aber den Frühling nicht verhindern“ durch Münster. Die Demonstration verlief auch durch die Grevener Straße, wo zuletzt im März 2009 ein besetztes Haus geräumt und abgerissen wurde. Die Polizei eilte bald zur Begleitung hinzu.

Das AZ Köln vor der Räumung

Räumfahrzeuge und ein Abrissbagger stehen bereit, der Belagerungsring um das Autonome Zentrum Köln zieht sich zu. Es wird stündlich mit der Räumung gerechnet. Währenddessen versucht die Sparkasse Köln/Bonn, Eigentümerin des besetzten Hauses, die Aktivist_innen durch vorgetäuschte Verhandlungsbereitschaft einzulullen und zur Aufgabe zu bewegen.
In einem Kommunique auf der Internetseite des Autonomen Zentrums sagten die Besetzer_innen bereits, dass sie nach einer Räumung wieder besetzen würden.
Solidarity is our strongest weapon – Lets make their eviction a desaster!

Mehr Informationen:
unsersquat.blogsport.eu
Twitter

Demo für ein AZ! Samstag nach Tag X

Solidaritätsbekundung in Osnabrück
SoliKoeln

Update: ‚Nach fünftägigem Ausnahmezustand in und rund um Köln-Kalk scheint der nervenaufreibende Schwebezustand beendet zu sein. Der provisorische Nutzungsvertrag ist unterschrieben, und vorerst bis zum 30.09.11 kann Köln von sich behaupten: „Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!“
Die Aktionen und die Solidarität von verdammt vielen Menschen – insbesondere die Entschlossenheit von vielen Unterstützer_innen vor Ort und in vielen anderen Städten nicht nur in Deutschland – haben die von der Polizei umzingelten Besetzer_innen zwischen den Barrikaden in eine starke Verhandlungsposition und die Sparkasse in letzter Minute zu einem Verzicht auf die Räumung gebracht. Auch wenn eine Legalisierung mit Vertrag und Verein stets umstritten war, ist dieser Umschwung nach der angekündigten Räumung ein riesiger Erfolg.‘ (Samstag, 02.04.)

Akute Räumungsgefahr im AZ Köln!

KölnAZ
Montag morgen, 04.00 Uhr: Die Menschen aus dem Autonomen Zentrum Köln haben die Info erhalten, dass die Räumung des AZ unmittelbar bevorsteht.
Sie halten die Info für glaubwürdig. Kommt dort vorbei und sagt allen Bescheid.

Wir haben schon mal eine Räumung verhindert – wir schaffen das auch noch einmal!
Kommt bitte heute im Laufe des Tages vorbei und helft uns, das Haus zu schützen. Es ist weiterhin sehr wahrscheinlich, dass am Dienstag morgen geräumt wird. Richtet euch bitte darauf ein, die Nacht im AZ zu verbringen. Schlafplätze sind ausreichend vorhanden.
Bitte beachtet unseren Aktionskonsens & lest was sie und uns erwartet: Eure Räumung wird lang, laut, hässlich und teuer!“

KölnAktionskonsens

unsersquat.blogsport.eu
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Update: Es ist definitiv. Am Dienstag morgen wird geräumt! (Montag, 28.03.)
Die Räumung konnte bisher durch die aktive Präsenz der BesetzerInnen, die Barrikaden und Verhandlungen verhindert werden, die Hundertschaften drehten morgens & nachmittags wieder ab. (Dienstag, 29.03.)
Noch wurde nicht geräumt, allerdings ist das verbarrikadierte AZ inzwischen von Polizeieinheiten umstellt, die an den Zugangswegen Personenkontrollen durchführen. (Mittwoch, 30.3.)
Räumfahrzeuge und ein Abrissbagger stehen bereit, der Belagerungsring zieht sich zu. Es wird stündlich mit der Räumung gerechnet. (Donnerstag, 31.3.)
KölnAZRäumung
Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!