Archiv der Kategorie 'Antimilitarismus'

Gegen die Einheitsfeier 2014 in Hannover

Hannover
Es wird eine Kundgebung mit Konzert, eine bundesweite Demonstration und einen Kongress vom 2-4 Oktober geben.
Mehr Infos und News findet Ihr Hier
Hier folgt der Aufruf von dem Bündnis gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Hannover.

Am dritten Oktober diesen Jahres ist Hannover Gastgeber des Spektakels rund um die Einheitsfeierlichkeiten. Gefeiert wird an diesem Datum ganz unspektakulär der Stichtag der formellen Übernahme der DDR durch die BRD. In Hannover wird sich der Deutsche Staat anlässlich dieses Tages in Szene setzen und seine Politik würdigen lassen, ohne die nationalistisch aufgeladene feucht-fröhliche Stimmung der Fußballfanmeilen. So oder so – kein Grund zum Feiern. Denn diese Ordnung, die mit der Politik des deutschen Staates gesichert wird, bedeutet immer auch: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang. (mehr…)

30. Januar 1933 – Machtübergabe an Adolf Hitler. Wer von Machtergreifung spricht, hat es nicht verstanden!

Am 30. Januar 1933 ernannte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg den zu dem Zeitpunkt amtierenden Vorsitzenden der NSDAP Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler und ermöglichte ihm damit seine mörderischen und barbarischen Jahre an der Macht.

Die 1930er Jahre waren gekennzeichnet durch mehrere Krisen in Deutschland. Die Wirtschaftskrise, die Krise der Schwerindustrie oder der Reichswehr ließen die Wünsche nach einer neuen politischen Führung laut werden. Hitler und seine Anhänger_innen wussten das verängstigste Klima für ihre Pläne zu nutzen. Die beginnende Wirtschaftskrise wurde zum Angriff auf Gewerkschaften und der SPD genutzt. Als „Vertreter_innen der Sozialpolitik“ wurde ihnen die Verantwortung für die Krise angehangen. Nach dem Bruch der großen Koalition 1930 steigerte die NSDAP ihr Wahlergebnis von zuvor 2,6 Prozent auf 18,3 Prozent. Bei den darauf folgenden Wahlen zwischen Juli 1932 und Januar 1933 erreichte die NSDAP nie eine absolute Mehrheit. Jedoch übte sie auf Hindenburg, auch mit Unterstützung konservativer Kräfte, einen immer größer werdenden Druck aus, sodass dieser Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte.

Von einer Machtergreifung, wie dieses Ereignis in den meisten Geschichtsbüchern genannt wird, kann also keine Rede sein. Eine Ergreifung oder eine feindliche Übernahme, geht immer mit nicht legalen Mitteln einher. Hitler und die NSDAP nutzten die antisoziale, antikommunistische und antijüdische Stimmung um auf Stimmenfang zu gehen. Ein Prozess der auch heute noch, wenn auch subtiler und/oder mit anderen Themen, stattfindet. Politiker_innen, bezeichnen wir Adolf Hitler als solchen, schüren vor Wahlen Ängste und verbieten oder diskreditieren politische Gegner.

Adolf Hitler bzw. die NSDAP wurde vom Volk gewählt. Eine Tatsache, die gerne verdrängt wird. Fragen Sie doch mal ihre Eltern oder Großeltern welche Partei sie gewählt haben. Nur die wenigsten werden sicher zugeben, dass sie durch Ihre Wahl und die Unterstützung von Hitler den Holocaust, also den millionenfachen Mord an Menschen, ermöglicht haben. Damit unterscheiden sie sich aber keinesfalls von der Politik des Nachkriegsdeutschlands. Eine glaubwürdige Ächtung oder gar der Versuch einer Wiedergutmachung fand und findet nicht statt. NS-Kriegsverbrecher_innen werden nicht zur Rechenschaft gezogen!

Mit dem heutigen Gedenken möchten wir mahnen und erinnern!

Nie wieder Nationalsozialismus!
Nie wieder Faschismus!

27. Januar 1945 – Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar 1945 wurden die Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front nach fast fünf Jahren endlich befreit.
Der Lagerkomplex umfasste das Stammlager Ausschwitz I, das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau und einen dritten Teil, das Konzentrationslager Monowitz, sowie weitere Außenlager.  Durch Unterernährung, mangelhafte Hygiene, Krankheit, Schwerstarbeit und Misshandlungen, sowie letztlich durch die industrielle Massenvernichtung starben hier von 1940 bis 1945 1,1 Millionen Menschen.
Ursprünglich war das KZ Auschwitz aufgrund seiner „günstigen verkehrstechnischen Lage“ als Quarantäne- und Durchgangslager für verhaftete polnische Staatsangehörige aus Oberschlesien geplant, die als Zwangsarbeiter_innen nach Deutschland verschleppt werden sollten. Genutzt wurden die Lager von den Nazis jedoch als größter Tötungsapparat der Geschichte.
Vom 17. bis zum 23. Januar 1945 wurden die Auschwitz-Lager von der SS „evakuiert“ und etwa 60.000 Häftlinge teilweise in Güterwaggons transportiert und/oder über weite Strecken in Todesmärschen nach Westen getrieben. Vermutlich haben davon 9.000 bis 15.000 Menschen die „Lagerauflösung“ nicht überlebt. In den Haupt- und Nebenlagern blieben etwa 7.500 Häftlinge zurück, die zu schwach oder zu krank zum Laufen waren. Es ist anzunehmen, dass eine Vernichtungsaktion für die zurückgelassenen Gefangenen nur durch das rasche Vorrücken der Roten Armee verhindert wurde. Als erstes wurde das Konzentrationslager Monowitz am Vormittag des 27. Januar befreit. Bei der folgenden Befreiung des Stammlagers verloren 232 sowjetische Soldat_innen im Kampf mit sich zurückziehenden deutschen Soldat_innen ihr Leben. Im Stammlager, das gegen 15 Uhr erreicht wurde, fanden die Befreier rund 1.200 kranke Häftlinge vor; in Auschwitz-Birkenau waren 5.800 Gefangene zurückgeblieben. Trotz ärztlicher Bemühungen verstarben noch viele dieser befreiten Häftlinge in den folgenden Tagen.

In Gedenken an die unzähligen Opfer des Holocaust!
Auf das Auschwitz sich nie wiederhole!

Hannover: Das Militärfest zum Desaster machen!

Am 8. Juli 2011 ist es in Hannover wieder soweit: Die selbsternannte „deutsche Zivilgesellschaft“ möchte sich mit den kriegführenden Soldat_Innen der Bundeswehr unter dem widerlichen Motto „Ori­ent und Ok­zi­dent“ zum Sommerbiwak versammeln.
In den letzten Jahren stieß dieses militaristische Spektakel der 1. Panzerdivision auf zunehmend störenden Widerstand und korrelierend sank auch die Anzahl der Gäste im Congress Centrum stetig.

Sommerbiwaklang

Auch die­ses Jahr wird es wie­der zahl­rei­che Pro­test­ak­tio­nen und mas­si­ven Wi­der­stand geben. Die In­vi­te Gery Tower GmbH hat von event it die Durch­füh­rung über­nom­men und kün­digt auf ihrer Hom­pa­ge groß­spu­rig an, 7.​000 Gäste ein­zu­la­den. Ob der Ver­lust von 1.​000 Gäs­ten (nur noch 5.​500 letz­tes Jahr) dazu ge­führt hat, dass die Event­gen­tur aus­ge­wech­selt wurde, kann nur spe­ku­liert wer­den.
Wie­vie­le Gäste die­ses Jahr auch kom­men mögen, eins steht fest: wir wer­den ihnen ihr Fest mehr denn je ver­mie­sen!
Am 8. Juli Som­mer­bi­wak und Mi­li­tär­freun­de und Freun­din­nen an­grei­fen!

Alle Infos unter: antimilitarismus.blogsport.de

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NACHTRAG: Bericht ‚Widerstand gegen Sommerbiwak 2011′

Oldenburg: Bundeswehrkonzert im Schlossgarten verhindern!

Am 8.Mai 2011, dem 66. Jahrestag der Befreiung Europas vom deutschen Nationalsozialismus, veranstaltet die Stadt Oldenburg ein Bundeswehrkonzert im Schlossgarten. Mit einem Auftritt des Heeresmusikkorps 1 aus Hannover soll die langjährige Patenschaft zwischen der Stadt Oldenburg und der Bundeswehr gefeiert werden.

Geschichtsrevisionismus und Kriegsverherrlichung entgegentreten!

Der 8. Mai muss gefeiert werden! – Bundeswehr-Konzert zum Desaster machen!

antimiloldenburg.blogsport.de

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NACHTRAG: Bericht ‚Bundeswehrkonzert in Oldenburg zum Desaster gemacht‘