Archiv für September 2017

Weitergabe von Daten durch AfD-Mitglied bei der Polizeidirektion Osnabrück

Wie der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. September 2017 zu entnehmen ist, fand beim Bundesvorstandsmitglied und stellvertretendem Bundesschatzmeister der AfD, sowie bei der Polizeidirektion tätigen Bodo Suhren Durchsuchungen wegen der Weitergabe von Polizei-Interna an den AfD-Vorstand statt.
Bereits am 28. Oktober 2014 berichteten wir hier über die Weitergabe von polizeilichen Daten an AfD-Sympatisant_innen.
Ob Bodo Suhren damals die Drohanrufe selbst getätigt hat, können wir nur mutmaßen, die Vermutung, dass er aber der Ausgangspunkt des Datenmissbrauchs war, ist zumindest sehr naheliegend.
Sonst wären die Machenschaften, denen Bodo Suhren beschuldigt wird, bei der Polizei Osnabrück eventuell verbreiteter, als aktuell anzunehmen.
Für uns bleibt zum jetzigen Zeitpunkt die Feststellung, dass es mehr als drei Jahre gedauert hat, bis es öffentliche Schritte bzgl. eines Sicherheitsleck bei der Polizei Osnabrück gegeben hat.
Die psychische Belastung bei den damals Betroffenen ist laut deren Schilderungen auch nach dieser Zeit weiterhin vorhanden und noch immer wissen sie nicht, wer ihre Daten gegebenenfalls noch hat.
Auch machen sie sich wegen der bisherigen Aufarbeitung wenig Hoffnung, verfolgen das aktuelle Geschehen aber mit großem Interesse.
Wir schließen uns der Forderung der Betroffenen an und fordern eine lückenlose Aufklärung der damaligen Weitergabe von Polizei-Interna!

Jugendantifa Kreis Osnabrück, 25. September 2017

Link zum damaligen Bericht: http://jako.blogsport.de/2014/10/28/sicherheitsleck-bei-der-polizei-osnabrueck/