27.02. – Demonstration Stoppt den Krieg gegen die kurdische Zivilbevölkerung! Unterstützt die kurdische Selbstverwaltung!

27.02.Demo

Der ganzen Welt ist klar, wenn es um den Kampf gegen den ISLAMISCHEN STAAT im Nahen Osten geht, sind die Kurden unverzichtbar. Die Bodentruppen der YPG, PKK, Peschmerga und SDF sind die effektivste Waffe gegen die international agierenden Terroristen. Sie werden daher von Teilen der restlichen Welt in ihrem Kampf unterstützt. Während die Kurden in Syrien und im Irak gegen den IS kämpfen, sind sie
gleichzeitig einer anderen Tyrannei ausgesetzt; und zwar in der Türkei. Seit den für den türkischen Präsidenten Erdogan ungünstigen Wahlergebnissen im Sommer und Herbst 2015, leidet die kurdische Zivilbevölkerung in Nordkurdistan bzw. im Süd-Osten der Türkei erneut unter massivem militärischen Einsätzen der faschistoiden „Erdogan Armee“. Dies geschieht vor allem in den Regionen Diyarbakır, Silvan, Farqin, Şırnak, Silopi, Cizre und Van. Insgesamt gab es dort bisher über 600 zivile Opfer.

Die türkische Armee setzt mit Waffengewalt umfassende Ausgangssperren über Tage und Wochen hinweg durch und erklärt alle Menschen, die dagegen verstoßen, zu „Terroristen“. Keiner wird von den, aus Krankenhäusern und
zerstörten Wohnhäusern schießenden, Scharfschützen, den Soldaten auf den Straßen, den Maschinengewehren aus den Hubschraubern und den Panzern der türkischen Armee verschont. Die türkische Armee verweigert Rettungskräften den Zugang zu verletzten Menschen. Es gibt Berichte über Hinrichtungen und Massaker an kurdischen Zivilist*innen. So wird aus Cizre gemeldet, dass mehrere Leichen, teils verbrannt, teils mit Schusswunden übersät, in zerstörten Häusern entdeckt worden sind.

Dieses gesamte Vorgehen wird von Erdogan als „Säuberung“ bezeichnet. Es richtet sich in der gesamten Türkei auch gegen staatskritische Journalist*innen, Akademiker*innen, Schauspieler*innen, Menschenrechtler*innen, Student*innen und Linke, welche die Zusammenarbeit der türkischen Regierung mit dem IS beweisen oder über die wahre Situation in Kurdistan berichten.

Die EU und insbesondere die deutsche Bundesregierung spielen bei diesen Verbrechen an der Zivilbevölkerung eine entscheidende Rolle. Statt derartige Gräueltaten der türkischen Regierung zu verurteilen, wird die Türkei militärisch und finanziell unterstützt und hofiert. Zum Beispiel wurden Ankara finanzielle „Hilfen“ über drei Milliarden Euro versprochen, um die europäische Abschottungspolitik bereits an der griechisch-türkischen Grenze durchzusetzen.

Während die Menschen im Süd-Osten der Türkei und in Nordsyrien sich für ein Leben in Freiheit und Frieden engagieren und eine demokratischen Selbstverwaltung organisieren, verstößt Erdogan und seine Regierung gegen weltweit geltende Menschenrechte. Keinem Menschen ist zuzumuten, unter einem Regime zu leben, welches seine religiös-nationalistische Ideologie mit Gewalt durchzusetzen sucht. Aus diesen Gründen ist es auch unsere Aufgabe, in Europa den Widerstand gegen die Regierung Erdogan zu Unterstützen um sich mit der kurdischen Selbstverwaltung zu solidarisieren. Darum werden wir mit einer Demonstration am 27. Februar erneut auf die Situation aufmerksam machen.
Informiert und beteiligt euch!