Vortrag: Die Einsamkeit Israels

Am Dienstag den 21.04.15 ist wieder Café Résistance, diesmal mit dem Vortrag „Die Einsamkeit Israels, Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“. Referieren wird Stephan Grigat. Beginn ist 19:00h.
Organisiert wird der Vortrag von der Gruppe „Assoziation gegen Antisemitismus“ im Rahmen ihrer Vortragsreihe.

Seit seiner Gründung ist Israel einer permanenten Bedrohung ausgesetzt, die letztlich auf die Vernichtung des jüdischen Staates zielt. Seine Feinde bestätigen damit ein aufs andere Mal die Notwendigkeit Israels als bewaffnetes Kollektiv zur Abwehr des fortlebenden antisemitischen Terrors. Diese Funktion des Schutzes und der Verteidigung aller Jüdinnen und Juden vor Verfolgung und Ermordung ist der Kern des Zionismus, der den Hass von Rechten und Islamisten ebenso wie den vieler Linker auf sich zieht. Der Antisemitismus tritt heute im Antizionismus als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet.
Der Vortrag will eine historische Einführung in die Entstehung Israels und seinen Existenzkampf leisten und insbesondere den linken Antizionismus beleuchten, um schließlich die Frage zu beantworten, warum die radikale Kritik an Staat und Kapital, Herrschaft und Ausbeutung notwendig die Solidarität mit der militärischen Selbstverteidigung Israels einschließt.
Stephan Grigat, Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Universität Wien, arbeitet als Wissenschaftlicher Direktor des Bündnisses STOP THE BOMB, schreibt u.a. für Jungle World und Konkret und ist Herausgeber von Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert (2012) und Mitherausgeber von Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung (2010). Sein Buch Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung ist 2014 im Konkret-Verlag erschienen.