Archiv für April 2015

Fight Fortress Europe! Still not loving the EU

Redebeitrag der Jugendantifa Kreis Osnabrück, gehalten auf der Demonstration „1000 Tote in 5 Tagen“ am 25.04.15 in Osnabrück.

Fight fortress Europe! Still not loving the EU!

Vor wenigen Tagen wurde wieder ein trauriger Höhepunkt der europäischen Flüchtlingspolitik erreicht. Über 900 Menschen ertranken im Mittelmeer.
Nun bekunden wieder Politiker_innen Betroffenheit und sog. Besserung der EU-Grenzsicherung. Wer sich noch an die Toten von Lampedusa erinnert merkt wie viel dahinter steckt. Gleichzeitig wird die Verantwortung auf die sog. Schlepperbanden übertragen und das Gewissen so gereinigt. Zu den Zeiten der DDR noch Fluchthelfer_innen und Helden_innen, werden sie heute verteufelt und zu Täter_innen gemacht. Natürlich gibt es Arschlöcher unter diesen Fluchthelfer_innen und es ist für die Geflüchteten beschissen dafür Geld zu bezahlen. Wer allerdings die Festung Europa immer weiter hochrüstet und damit immer mehr Tote verursacht, treibt auch den Preis in die Höhe. Außerdem scheint es paradox in einer kapitalistischen Welt einer Personengruppe vorzuwerfen, sie würde Geld für Dienstleistungen nehmen. Grund für das Sterben sind eben nicht die Fluchthelfer_innen, sondern das militärische Abschotten Europas. (mehr…)

Demonstration 1000 Tote in 5 Tagen: Die Festung brechen, neue Wege wagen.

Am 25.04.15 ruft die Gruppe No-Lager Osnabrück zu einer Demonstration gegen die europäische Flüchtlings – und Asylpolitik auf.

25.04.2015 um 14 Uhr am Hauptbahnhof Osnabrück

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von No-Lager Osnabrück:

Wenn jetzt in wenigen Tagen über 1000 Menschen auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken, so ist dies keine Tragödie die Europa überrascht – im Gegenteil: Es ist eine Tragödie, die nicht nur vielfach vorausgesagt wurde, sie wurde sogar so geplant. Wenn die europäische Politik, nicht zuletzt unter Druck der Bundesregierung, das Seenotrettungsprogramm ‘Mare Nostrum’ angeblich aus Kostengründen – 2 Tage G7-Gipfel in Elmau kosten mehr – nicht weiterführt und gleichzeitig immer größere Summen für die Abschottung durch hochmilitarisierte Grenzen ausgibt, war damit der Tod von vielen tausenden Flüchtenden schon mit eingeplant. Das Mittelmeer soll als Waffe und als Abschreckung gegen jene genutzt werden, die durch Elend, politische Verfolgung, Diktaturen und Kriege und damit nicht selten durch deutsche Waffen, durch von Europa unterstütze Regime und durch die Ausbeutung seitens westlicher Konzerne aus ihren Heimatländern vertrieben werden. (mehr…)

Vortrag: Die Einsamkeit Israels

Am Dienstag den 21.04.15 ist wieder Café Résistance, diesmal mit dem Vortrag „Die Einsamkeit Israels, Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“. Referieren wird Stephan Grigat. Beginn ist 19:00h.
Organisiert wird der Vortrag von der Gruppe „Assoziation gegen Antisemitismus“ im Rahmen ihrer Vortragsreihe.

Seit seiner Gründung ist Israel einer permanenten Bedrohung ausgesetzt, die letztlich auf die Vernichtung des jüdischen Staates zielt. Seine Feinde bestätigen damit ein aufs andere Mal die Notwendigkeit Israels als bewaffnetes Kollektiv zur Abwehr des fortlebenden antisemitischen Terrors. Diese Funktion des Schutzes und der Verteidigung aller Jüdinnen und Juden vor Verfolgung und Ermordung ist der Kern des Zionismus, der den Hass von Rechten und Islamisten ebenso wie den vieler Linker auf sich zieht. Der Antisemitismus tritt heute im Antizionismus als eine spezifische Form des Antisemitismus nach Auschwitz auf, der sich gegen den kollektiven Juden, den Staat Israel, richtet. (mehr…)

Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim & notwendig! Demonstration in Bückeburg

In Bückeburg gibt es seit Jahren eine sehr aktive Nazi-Szene und Menschen die sich gegen diese Zustände organisieren. Die Genoss_innen in Bückeburg werden nun Opfer einer massiven Repressionswelle durch Polizei und Justiz. Aus diesem Grund wird es am 18.04.15 in Bückeburg eine antifaschistische Demonstration geben. Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen und sich mit den Betroffenen solidarisch zu zeigen.
Weitere Infos findet ihr hier.

18. April 2015 – 14:00 Uhr – Bückeburg Bahnhof

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Kampagne

Bückeburg – Braune Scheiße steigt nach Oben

Die Stadt Bückeburg mit Sitz des niedersächsischen Staatsgerichtshof liegt im Landkreis Schaumburg. In diesem Landkreis konnten über Jahrzehnte hinweg neonazistische Gruppen und Strukturen meist ungestört agieren und sich verfestigen. So finden in der Nähe auch jährlich die Aufmärsche von Neonazis in Bad Nenndorf statt, organisiert von rechten Strukturen in Ostwestfalen, Minden und Schaumburg. Initiator Markus Winter und andere Kader nutzen diesen Event um aktionsorientierte Jugendliche in Schaumburg in die Arbeit des nationalen Widerstands einzubinden. 2008 formierten diese militanten Kader junge Neonazis zur „Aktionsgruppe Bückeburg“. Die Mitglieder der Kameradschaft kamen auch aus anderen Gemeinden des Landkreises. Auf viele Jugendliche wirkte die rechte-Szene, mit ihrem Auftreten als “Autonome Nationalisten“, anziehend (diese übernehmen bewusst das Auftreten und die Aktionsformen der linken autonomen Bewegung). An den Schulen begann die rechte Szene zu dominieren und andersdenkende Jugendliche wurden in und nach der Schule bedroht. Vor allem in Bückeburg gelang es den Neonazis eine “Vormachtstellung“ auszubauen. (mehr…)