Archiv für März 2015

Ein Tag des Zorns. PM vom M18-Netzwerk.

Wir dokumentieren die Pressemitteillung des linksradikalen M18-Netzwerks zu den Protesten am 18.03.15 gegen die EZB-Neueröffnung.
Weitere Infos zum M18-Netzwerk findet ihr hier

PM: Ein “Tag des Zorns” in Frankfurt

Vielfältige und deutliche Aktionen gegen die Eröffnungsfeier der Europäischen Zentralbank

Zusammen mit Blockupy hat auch das antitautoritäre und antikapitalistische M18-Netzwerk aus ganz Europa ein deutliches Zeichen der Solidarität mit denen gesetzt, die unter der deutsch-europäischen Krisenpolitik leiden.

M18-Sprecherin Lea Solmstroem: “Wir haben Menschen aus ganze Europa eingeladen, um ihren Frust und ihre Wut nach Frankfurt zu tragen. Die EZB, die in den letzten Jahren maßgeblich an der Verschlechterung der Lebensbedingungen so vieler Menschen in Europa beteiligt war, ist eine der Auslöser und die richtige Adressatin dieser Wut.” (mehr…)

Gegen 1000-Kreuze in Münster! Raise your voice your body your choice! Feministische Inhalte auf die Straße tragen

Am 21.03 wollen in Münster wieder fundamentalistische Christ_innen auf die Straße gehen. Wir unterstützen den Protest dagegen und die feministische Demonstration im Vorab des 1000-Kreuze-Marsches!
Aus Osnabrück gibt es einen Zugtreffpunkt um 10:00h am HBF
Weitere Infos hier

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Bündnisses gegen 1000-Kreuze:

Raise your voice! Your body Your choice – Feministische Inhalte auf die Straße tragen!
All-Gender-Demo mit Frauen* Lesben* Trans* Inter*-Block
Demo am 21. März in Münster. 11 Uhr Windthorststraße (gegenüber Hauptbahnhof)

1000-Kreuze – Nicht schon wieder!

Auch im März 2015 werden wieder fundamentalistische Christ*innen1 mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihren Normen entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte ‚Gebetszug‘ richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. In der Kritik stehen aber unter anderem auch Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten. Der Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft. Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des weißen2 ‚deutschen Volkes‘ werden außerdem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder produziert und bedient. (mehr…)

Ten Years Later. Antifa-Demo 28.03.15 in Dortmund

Am 28.03. wird in Dortmund eine antifaschistische Gedenkdemonstration in Erinnerung an den 2005 von Nazis ermordeten Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz stattfinden. Weitere Infos hier
Am 17.03 wird es im Café Résistance eine Infoveranstaltung mit Genoss_innen aus Dortmund geben. Beginn der Veranstaltung ist 19h.
Anschließend ist wie immer Café Klatsch (offenes Antifa-Plenum).

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Antifaschistischen Union Dortmund:

Keine Ruhe für Neonazis! Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 28.03.2015 in Dortmund

Am 28. März 2015 jährt sich der Mord an Thomas »Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal. Der Punk wurde am Ostersonntag 2005 durch den Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße erstochen, nachdem Thomas ihn aufgrund seiner rechten Bekleidung zur Rede gestellt hatte. Er verstarb wenige Zeit später. Wir werden daher an diesem Tag in Dortmund gegen rechte Gewalt demonstrieren. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren. Die Demonstration wird dieses Jahr zum zehnten – und auch zum letzten Mal – stattfinden. Seit der ersten Großdemonstration kurz nach dem Tod von Thomas Schulz, ist die »Schmuddel-Demo« ein wichtiger Termin in Dortmund geworden. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Oft sind wir dabei nach Dorstfeld gezogen, um die Ruhe der Neonazis zumindest temporär zu stören. Auch dieses Jahr werden wir wieder gegen die Dortmunder Neonazis demonstrieren, die mittlerweile im Gewand der Partei »Die Rechte« auftreten. Wir wollen zeigen, dass Thomas Schulz und alle anderen, die Neonazis und RassistInnen zum Opfer gefallen sind, nicht vergessen sind. (mehr…)

Kommunismus statt Spardiktat, …Ums Ganze!-Aufruf

Wir rufen weiterhin dazu auf am 18.03 nach Frankfurt zu fahren und die EZB-Eröffnung zu verhindern. Aus diesem Grund organisieren wir einen Bus, für den es noch Ticket´s gibt. Erhältlich auf dem SubstAnZ-Plenum (jeden Mittwoch um 19h), Kosten 20 euro (wahrscheinlich werden die Kosten noch gesenkt).
Im Folgenden dokumentieren wir den Aufurf vom Bündnis …Ums Ganze!:

Mit dem Aufhören anfangen
Warum wir am 18. März in Frankfurt auf die Straße gehen

Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.
Dylan Thomas

Die Aussichten stehen so schlecht nicht, dass das Jahrhundert wie Mad Max endet: Beleidigte, aber bewaffnete Männerhorden mit Ray-Ban-Sonnenbrillen rasen auf Geländejeeps durch Steppenlandschaften und schießen alles über den Haufen, was ihnen über den Weg läuft. Im Hintergrund brennen die Städte.

Die Attentäter von Paris waren solche Typen, die Pegida-Demonstrant_innen in Dresden wären es gern. Die einen lesen den Koran, die anderen lieber Sachbücher über Lügenpresse und Chemtrails. Zwar gehören die einen der islamisierten Unterschicht und die anderen der weißen Mittelschicht an. Als ausrastende bzw. ausreisende Wut-Bürger_innen und autoritäre Charaktere aber funktionieren sie ähnlich: Wenn es in der Hölle zu eng wird, drängt es sie erst in die Kommentarspalten im Internet und dann auf die Straße. Einen Reim auf die sich verfinsternde Gegenwart machen sie sich, indem sie von Verschwörungen gegen ihre »Kultur« reden und dabei Verderben über andere bringen. Ob mit den eigenen Händen oder als Aufforderung an den Staat, noch mehr Ausländer_innen im Mittelmeer ertrinken zu lassen, das Ergebnis ist am Ende das gleiche: massenhafter Tod. Worauf aber weder der_die fundamentalistische noch der rassistische Aktivbürger_in jemals kommen würde, ist zu fragen, warum die Welt so eingerichtet ist, wie sie eben ist. Geschweige denn etwas Vernünftiges dagegen zu tun. Womit wir beim Thema wären. (mehr…)