Archiv für Januar 2015

Gönn Dir… Alternativen zu Deutschland.

Gönn dir...

Worum geht’s hier?

Vom 30.01. bis zum 01.02.2015 hält die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) ihren Bundesparteitag in Bremen im Maritim-Hotel an der Bürgerweide ab. Die AfD vertritt nationalistische, rassistische, sozialchauvinistische und sexistische sowie trans- und homophobe Meinungen. Diese bringt sie immer wieder durch entsprechend diskriminierende Forderungen in die öffentliche Debatte ein.

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“? – Ja, aber es bleibt Unfug!

Die AfD erhält als junge Partei viel Aufmerksamkeit, die sich in den letzten Monaten noch erhöht hat, nicht zuletzt durch die Nähe und große Anschlussfähigkeit zu den PEGIDA-Bewegungen. Hier zeigt sich, wie stark völkischer Nationalismus und Rassismus in der deutschen Gesellschaft vertreten sind. Das soll nicht unwidersprochen bleiben. Es gilt sich nicht nur gegen die AfD als einzelne Partei zu stellen, sondern die herrschenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in ihrer Gesamtheit zu kritisieren und zu verändern!

„Dann wählt euch doch was Besseres!“

Wir haben uns dagegen entschieden, auf Wahlen und Parlamente zu setzen, um gegen die Verschlechterung unserer Lebensbedingungen und die Verschärfung der Konkurrenzbedingungen vorzugehen. Denn bei Wahlen geht es nur darum einige Personen im Staatspersonal auszutauschen. Der Staat ist aber keine neutrales Werkzeug mit dem sich die Gesellschaft und unser Leben zum Besseren ändern ließe, im Gegenteil. Mit seinem Gewaltmonopol sorgt er erst dafür, dass unsere Ausbeutung und Beherrschung in Lohnarbeit und familiären Beziehungen bestehen bleibt. Die aber steht in der Demokratie nicht zur Wahl. Eine wirkliche, emanzipatorische Veränderung der Gesellschaft ist also durch Wahlen nicht zu haben, das müssen wir schon selber machen.

Mehr Infos zu den Veranstaltungen findet ihr auf der Seite der Basisgruppe Antifa Bremen

Aus Osnabrück gibt es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug um 10.37 Uhr.

Veranstaltungsreihe: Krisenpolitik und die europäische Rechte

Programm Vortragsreihe
Die EZB (Europäische Zentralbank) will am 18. März ihre Neueröffnung feiern. Was dort gefeiert wird ist allerdings nicht bloß irgendeine Party, sondern das Feiern der europäischen Krisenpolitik.
Die Politik baut, unter der Troika, besonders im Süden Europas sozialstaatliche Errungenschaften ab und Austerität ist zur Normalität geworden. Dabei geht es nicht um irgendwelche Bänker_innen, oder die Gier von einzelnen Akteur_innen, sondern um den Kapitalismus und seine soziale Order.
Gleichzeitig werden reaktionäre Positionen immer stärker und stärker. In ganz Europa bekommen rechtspopulistische bis offen faschistische Parteien Zulauf. Es kommt zu rassistischen Übergriffen, der Ruf nach der traditionellen Familie wird größer, homophobe und antifeministische Tendenzen nehmen zu. In Deutschland ist ein Beispiel dafür der Erfolg der AfD. In der Ukraine ist es zu einem Bürgerkrieg gekommen, bei dem Faschist_innen auf beiden Seiten kämpfen.

Die Vortragsreihe will versuchen diese Themenfelder zu beleuchten und gemeinsam soll im Anschluss diskutiert werden, wie ein linker Umgang mit bzw. gegen diese Phänomene zu machen ist.
Außerdem soll mit ihr gegen die EZB-Neueröffnung mobilisiert werden. Deswegen wird es am 18. März einen Bus aus Osnabrück geben. Fahrkarten können bei jeder Veranstaltung und im Café Résistance (im SubstAnZ) erworben werden.

Die Party der EZB-Neueröffnung am 18. März entern!
Weitere Infos zu den Protesten rund um die EZB-Neueröffnung findet ihr hier

Den Flyer als PDF findet ihr Hier

Ankündigungstexte

Ukraine: Aktuelle Entwicklung

Datum: 26.01.15
Beginn: 19:00h
Ort: Universität Osnabrück/Schloss/Raum 11/213
Mit Jörg Kronauer, Journalist für die Zeitung Konkret

Die Ukraine hat eine dramatische Entwicklung erlebt, seit im November 2013 die ersten Proteste auf dem Majdan begannen: Massenproteste mündeten in den Sturz der Regierung, der wiederum zur Spaltung des Landes und in den Bürgerkrieg führte. Mühsam wird nun der Waffenstillstand aufrecht erhalten; ökonomisch steht die Ukraine vor dem Zusammenbruch, politisch gewinnen Faschisten an Einfluss. Wenig thematisiert wird der Anteil, den der Westen an der Entwicklung hatte. Dabei haben vor allem Deutschland und die Vereinigten Staaten maßgeblich zu ihr beigetragen – vorwiegend aus geostrategischen Motiven und ohne Rücksicht auf die Folgen für die ukrainische Bevölkerung. Was den Westen dazu trieb, die Ukraine auf seine Seite zu ziehen, wie er dies tat und welche Folgen das für die Menschen in der Ukraine wie auch für die Weltpolitik hat – darum soll es bei der Veranstaltung gehen.

Infoveranstaltung: Blockupy Proteste

Datum: 09.02.15
Beginn: 19:00h
Ort: Universität Osnabrück/Schloss/Raum 11/213
Mit Referent_innen der Gruppe Kritik & Praxis aus Frankfurt a.M., organisiert im …Ums Ganze!-Bündnis

In Spanien, Griechenland, Portugal gehen die Leute in tausenden gegen die Krisenpolitik der EU auf die Straße. Gleichzeitig ist Austerität hier zum Normalzustand geworden. Es mangelt an Trinkwasser, es sterben wieder Menschen an Trivialkrankheiten. Kurz ihnen wird durch die Verarmungspolitik die Lebensgrundlage mehr und mehr genommen.

Die EZB (europäische Zentralbank) ist ein wichtiger Akteur und ein Symbol eben dieser Politik. Mit den Blockupy-Protetesten wurde versucht einen öffentlichkeitswirksamen Widerstand in die Zentren des europäischen Krisenregimes zu tragen und zu verdeutlichen, dass es hierbei nicht um die einen oder anderen Auswüchse dieser Gesellschaftsordnung geht, sondern sie umzuwerfen ist . Am 18. März 2015 wird es in Frankfurt wieder eine Blockupy Demonstration gegen die Neueröffnung der EZB-Zentrale geben.

Bei der Veranstaltung wird über die Proteste in Frankfurt, das Ziel von Blockupy und warum es hierbei gegen die EZB geht berichtet. Im Anschluss stehen die Referent_innen für Fragen zur Verfühgung.

Entstehung und Entwicklung der AFD

Datum: 10.02.15
Beginn: 19:00h
Ort: Universität Osnabrück/Schloss/Raum 11/213
Mit dem Soziologen Andreas Kemper, schrieb u.a. das Buch „Rechte Eurorebellion

Die Alternative für Deutschland hat scheinbar aus dem Nichts fast den Sprung in den Bundestag geschafft. Nicht nur ins Europaparlament kann sie am 25. Mai 2014 Abgeordnete entsenden, sondern auch bei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Sommer 2014 erzielte die AfD jeweils um die zehn Prozent.

Neben einer Darstellung der Daten und Forderungen der Partei wird der Soziologe Andreas Kemper auf die maßgebenden Gruppen und Einzelpersonen in den aufeinander folgenden Entstehungsphasen der AfD der letzten zehn Jahre eingehen. Hierbei auf die Frage eingegangen, ob die AfD als „rechte Partei“ einzuschätzen ist und was das überhaupt heißt.

Nach dem Vortrag wird ausreichend Zeit für Nachfragen und kontroverse Diskussionen sein.

Es gibt kein gutes Kapital!

Datum: 27.02.15
Beginn: 19:00h
Ort: Universität Osnabrück/Schloss/Raum 11/213
Mit Referent_innen von der Gruppe Gegenstandpunkt

Wir halten nichts davon, dem Finanzkapital den verwerflichen Zweck einer „leistungslosen Bereicherung“ anzuhängen und damit den industriellen Ausbeutern glatt zugute zu halten, dass sie mit „echten Werten“ ihre Gewinne machen!
Wir entdecken vielmehr beim geschmähten Finanzkapital denselben ökonomischen Zweck wie beim industriellen Kapital und die guten Dienste des Kredits für ein grenzenloses Wachstum des Kapitals!
Das zeigt uns auch die aktuelle Krise: Denn Industrie und Handel sind schließlich deshalb vom Zusammenbruch der Finanzspekulation betroffen, weil sie selber ihr Geschäft mit allen möglichen Formen des Kredits betreiben.

Vortrag: Rojava – Basisdemokratie im Bürgerkrieg

Am Dienstag, den 20.01.15 ist wieder Café Résistance. Dieses mal wird es einen Vortrag über die kurdische Selbstverwaltung in Rojava geben. Eingeladen wurde Michael Knapp von der Kampagne „Tatort Kurdistan“ beginnen wird die Veranstaltung um 19:00h im SubstAnZ.

Die Welt blickt wieder auf Irak und Syrien. IS-Truppen haben mit ihrem Terror in beiden Staaten große Gebiete erobert. Sie bedrohen auch Rojava/Westkurdistan in Nordsyrien. Dort entstand vor über zwei Jahren eine autonome Region, in der eine Selbstverwaltung unter Einbeziehung aller Ethnien und Religionen aufgebaut wurde. Der Referent Michael Knapp besuchte mit einer Delegation der Kampagne TATORT Kurdistan die selbstorganisierten Institutionen und berichtet von den basisdemokratischen Entwicklungen. Welche Perspektive eröffnet sich durch die gemachten Erfahrungen für ganz Syrien? Welche Rolle nehmen Frauen in Rojava ein?