Fight Police, State and Capitalism

Im folgenden unser, auf der Demonstration „Polizeigewalt muss Konsequenzen haben“ am 04.07 in Münster, gehaltener Redebeitrag.

Hallo liebe Genoss_innen, hallo liebe Freunde in Münster

Polizeigewalt muss Konsequenzen haben!
Vor mehr als zwei Jahren wurde in Münster ein Naziaufmarsch von den Bullen mit allen Mitteln durchgesetzt. Es gab an diesem Tag viele gewalttätige Übergriffe seitens der Polizei.
Trauriger Höhepunkt dieses Tages war der Angriff auf einen Jugendlichen, welcher von einem Polizisten schwer am Kopf verletzt wurde. Ähnliches passierte vor ca. 2 Monaten in Demmin, ebenfalls bei einem Naziaufmarsch. Dort wurde ein Gegendemonstrant von den Bullen so heftig malträtiert, dass er im Koma lag. Bei solchen Gewaltexzessen der Polizei, bei denen sie ganz offensichtlich den gesetzlichen Rahmen überschreiten, halten wir es für richtig gegen eben diese Beamt_innen mit juristischen Mitteln vorzugehen. Dies würde zumindest einige davon abhalten weiterhin Menschen so stark zu verletzen oder sie ihren Job kosten. Allerdings laufen Verfahren gegen Bullen in der Regel ins Leere oder enden mit einer Geldstrafe.
Unsere Kritik an Polizeigewalt und wann diese beginnt darf allerdings nicht erst dann anfangen. Sie muss vielmehr ganz grundlegend sein.

So stellt das Vertreiben von Obdachlosen, das Zwangsräumen von sog. Mietnomaden, das Abschieben von Geflüchteten oder rassistische Kontrollen ebenfalls Polizeigewalt dar. Nur diese bewegt sich eben im gesetzlichen Rahmen. Mensch müsste also grundsätzlich Polizeigewalt kritisieren ob legal oder nicht.
Das Problem hierbei ist allerdings das die Institution Polizei zwangsläufig mit Gewalt verbunden ist. Denn es ist eben, unter anderem, die Polizei die die herrschende Ordnung, aufrechterhalten soll.
Eine Ordnung die gewaltvoller kaum sein könnte, eine Ordnung namens Kapitalismus.

Im Kapitalismus verhungern Menschen ob wohl es genügend zu essen gibt, es leben Menschen auf der Straße, obwohl es leerstehende Häuser gibt, es sterben Menschen an Krankheiten, obwohl es die nötigen Medikamente gibt. Nur wer bezahlen kann darf auch halbwegs schön leben. Der Grund sind nicht etwa raffgierige Bänker, Konzerne oder sonst wer, sondern die grundlegende Struktur der kapitalistischen Produktionsweise. Eine Produktionsweise in der es also um Profitmaximierung und nicht um Bedürfnisbefriedigung aller Menschen geht. Hierbei konkurrieren die Menschen untereinander und wir alle müssen uns gegen andere durchsetzen.
Eben diese Produktionsweise und diese Konkurrenz hält der bürgerliche Staat mit seinem Gewaltmonopol aufrecht. Die Polizei stellt hierbei einen Teil der Exekutive dar.

Es bleibt also dabei.
Wenn wir eine Gesellschaft ohne Polizeigewalt haben möchten bedarf es einer Gesellschaft ohne Polizei! Wir müssen antiautoritär gegen Staat und Kapitalismus kämpfen und dies selber in die eigenen Hände nehmen.

Lasst uns heute Abend den herrschenden Verhältnissen grundlegend eine Absage erteilen!


1 Antwort auf „Fight Police, State and Capitalism“


  1. 1 Bericht: Demonstration in Münster « antifarheine Pingback am 31. Juli 2014 um 17:01 Uhr
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