Geschlechterverhältnisse lassen sich nicht einfach dekonstruieren, oder: warum es sich für eine_n Feminist_in immer noch lohnt, Marx zu lesen

Das autonome Schwulen*referat und das autuonome feministische Referat der Universität Osnabrück haben einen Vortrag mit Tove Soiland organisiert.
Tove Soiland ist feministische Theoretikerin und lehrt an verschiedenen Universitäten.

Referent_in: Tove Soiland
Veranstalter_in: Autonomes Schwulen*referat, Autonomes Fem*Ref
Datum: 23.06.14
Uhrzeit: 19:00h
Ort: Universität Osnabrück, Ew – Gebäude, Raum 15/134, Seminarstr. 20

Im Folgenden dokumentieren wir den Ankündigungstext zu dem Vortrag:

Seit Beginn der 1990er Jahre existiert sowohl in der Geschlechtertheorie wie in unterschiedlichsten subkulturellen Lebenszusammenhängen die Vorstellung, dass der Veruneindeutigung der Geschlechtergrenzen resp. der Pluralisierung geschlechtlicher Identitäten ein subversives Potential innewohne. Geschlechterverhältnisse lassen sich ebenso wenig dekonstruieren wie Produktionsverhältnisse. Mit dieser These tritt der Vortrag einer allzu simplen Vorstellung von der politischen Veränderbarkeit gesellschaftlicher Verhältnisse entgegen, wie sie sich im Umfeld der US-amerikanischen Cultural Studies entwickelt hat, in deren Tradition auch die Queer-Theorie steht.