30. Januar 1933 – Machtübergabe an Adolf Hitler. Wer von Machtergreifung spricht, hat es nicht verstanden!

Am 30. Januar 1933 ernannte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg den zu dem Zeitpunkt amtierenden Vorsitzenden der NSDAP Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler und ermöglichte ihm damit seine mörderischen und barbarischen Jahre an der Macht.

Die 1930er Jahre waren gekennzeichnet durch mehrere Krisen in Deutschland. Die Wirtschaftskrise, die Krise der Schwerindustrie oder der Reichswehr ließen die Wünsche nach einer neuen politischen Führung laut werden. Hitler und seine Anhänger_innen wussten das verängstigste Klima für ihre Pläne zu nutzen. Die beginnende Wirtschaftskrise wurde zum Angriff auf Gewerkschaften und der SPD genutzt. Als „Vertreter_innen der Sozialpolitik“ wurde ihnen die Verantwortung für die Krise angehangen. Nach dem Bruch der großen Koalition 1930 steigerte die NSDAP ihr Wahlergebnis von zuvor 2,6 Prozent auf 18,3 Prozent. Bei den darauf folgenden Wahlen zwischen Juli 1932 und Januar 1933 erreichte die NSDAP nie eine absolute Mehrheit. Jedoch übte sie auf Hindenburg, auch mit Unterstützung konservativer Kräfte, einen immer größer werdenden Druck aus, sodass dieser Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte.

Von einer Machtergreifung, wie dieses Ereignis in den meisten Geschichtsbüchern genannt wird, kann also keine Rede sein. Eine Ergreifung oder eine feindliche Übernahme, geht immer mit nicht legalen Mitteln einher. Hitler und die NSDAP nutzten die antisoziale, antikommunistische und antijüdische Stimmung um auf Stimmenfang zu gehen. Ein Prozess der auch heute noch, wenn auch subtiler und/oder mit anderen Themen, stattfindet. Politiker_innen, bezeichnen wir Adolf Hitler als solchen, schüren vor Wahlen Ängste und verbieten oder diskreditieren politische Gegner.

Adolf Hitler bzw. die NSDAP wurde vom Volk gewählt. Eine Tatsache, die gerne verdrängt wird. Fragen Sie doch mal ihre Eltern oder Großeltern welche Partei sie gewählt haben. Nur die wenigsten werden sicher zugeben, dass sie durch Ihre Wahl und die Unterstützung von Hitler den Holocaust, also den millionenfachen Mord an Menschen, ermöglicht haben. Damit unterscheiden sie sich aber keinesfalls von der Politik des Nachkriegsdeutschlands. Eine glaubwürdige Ächtung oder gar der Versuch einer Wiedergutmachung fand und findet nicht statt. NS-Kriegsverbrecher_innen werden nicht zur Rechenschaft gezogen!

Mit dem heutigen Gedenken möchten wir mahnen und erinnern!

Nie wieder Nationalsozialismus!
Nie wieder Faschismus!