Archiv für Februar 2012

Keinen Meter den Nazis in Münster!


Am Samstag, dem 3. März 2012, will die junge Gruppe „Nationale Sozialisten Münster“ (NaSoMS), unterstützt von der Kameradschaft Hamm, in Münster einen Nazi-Aufmarsch durchführen, um rassistische und geschichtsrevisionistische Propaganda zu verbreiten.
Dagegen regt sich breiter Widerstand, von zivilgesellschaftlichen Engagement bis zu autonomen Antifas. Ein Ziel ist dabei allen gemeinsam: den Faschist_innen keinen Meter in Münster zu überlassen!

Falls ihr in Osnabrück oder Umgebung wohnt, kommt zur Informations- und Mobilisierungsveranstaltung ins SubstAnZ! Diese findet im Rahmen des Café Résistance am Dienstag, dem 21. Februar ab 19 Uhr in der Frankenstr. 25a statt. Alle Anreiseinfos bei der AAOS.

Wichtige Info: * Am Samstag den 3. März fahren wir gemeinsam mit Gruppen und Menschen aus Norddeutschland nach Münster. Da der Osnabrücker Bahnhof einen strategischen Knoten darstellt, rufen wir Euch auf zu 9 Uhr in die Bahnhofshalle am Osnabrücker Hauptbahnhof zu kommen. Wir fahren dann geschlossen nach Münster.

Für Menschen die eine längere Anreise haben bieten wir eine Pennplatzbörse an. Das bedeutet, dass Ihr am Vorabend anreisen und ausgeschlafen und gefrühstückt mit uns allen zusammen nach Münster fahren könnt. Hierfür ist allerdings eine Anmeldung erforderlich -> info@antifa-os.de *

Hier findet ihr den Aufruf zu den Blockaden, den Aktions-Aufruf NAZIS ANGREIFEN! und die angemeldete Route der Nazis.
Im Vorfeld fanden bereits verschiedene antifaschistische Aktionen statt, unter anderem ein öffentliches Nazi-Outing.


Freitags am 2. März wird eine antifaschistische Vorabenddemo unter dem Motto „Keine Homezone für Nazis – ob in Parteien, freien Kräften oder am Stammtisch“ in Hamm (Westf.) stattfinden. Diese richtet sich auch gegen die Aktivitäten der Neonazi-Kameradschaft Hamm, deren Mitglied Sascha Krolzig auch Anmelder des Aufmarschs in Münster ist. Treffpunkt ist um 19:45 Uhr am Hauptbahnhof.

NAZIS BEKÄMPFEN – MIT ALLEN MITTELN, AUF ALLEN EBENEN!
DEN NAZIAUFMARSCH AM 3. MÄRZ ZUM DESASTER MACHEN!

Bündnis ‚Keinen Meter‘
3.3. MÜNSTER NAZIS ANGREIFEN

Neues von der Bremer Brücke

An dieser Stelle möchten wir gerne die unmissverständliche Antwort der Violet Crew auf einen faschistischen Übergriff auf eines ihrer Mitglieder dokumentieren. Die Fotos stammen vom Spiel des VFL Osnabrück gegen FC Rot-Weiss Erfurt vom 7. Februar 2012.
Wir begrüßen das klare Statement gegen Nazis beim Fussball!
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Images copyleft by Violet Crew

Mit dem Bus nach Dresden

Ihr wollt sicher und günstig zu den diesjährigen Protesten gegen den Naziaufmarsch am 18.2. in Dresden kommen?
Fahrt mit uns im Bus! Die letzte Gelegenheit, Tickets zu ergattern, besteht am Dienstag, dem 14. Februar. Kommt zwischen 19 und 20 Uhr ins SubstAnZ (Frankenstr. 25a, OS) und bringt 20 Euro mit!
In diesem Sinne: Antifa heisst auch Busfahren!

Demo gegen rechte Gewalt in Delmenhorst

Am Samstag, den 4.02.12, wird es in Delmenhorst eine Demonstration gegen rechte Gewalt geben.
Los geht’s um 13.30 Uhr am Delmenhorster Bahnhof.
Den Aufruf gibt’s hier.

Rech­te Ge­walt stop­pen – Deut­sche Zu­stän­de an­grei­fen!

30. Januar 1933 – Machtübergabe an Adolf Hitler. Wer von Machtergreifung spricht, hat es nicht verstanden!

Am 30. Januar 1933 ernannte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg den zu dem Zeitpunkt amtierenden Vorsitzenden der NSDAP Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler und ermöglichte ihm damit seine mörderischen und barbarischen Jahre an der Macht.

Die 1930er Jahre waren gekennzeichnet durch mehrere Krisen in Deutschland. Die Wirtschaftskrise, die Krise der Schwerindustrie oder der Reichswehr ließen die Wünsche nach einer neuen politischen Führung laut werden. Hitler und seine Anhänger_innen wussten das verängstigste Klima für ihre Pläne zu nutzen. Die beginnende Wirtschaftskrise wurde zum Angriff auf Gewerkschaften und der SPD genutzt. Als „Vertreter_innen der Sozialpolitik“ wurde ihnen die Verantwortung für die Krise angehangen. Nach dem Bruch der großen Koalition 1930 steigerte die NSDAP ihr Wahlergebnis von zuvor 2,6 Prozent auf 18,3 Prozent. Bei den darauf folgenden Wahlen zwischen Juli 1932 und Januar 1933 erreichte die NSDAP nie eine absolute Mehrheit. Jedoch übte sie auf Hindenburg, auch mit Unterstützung konservativer Kräfte, einen immer größer werdenden Druck aus, sodass dieser Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte.

Von einer Machtergreifung, wie dieses Ereignis in den meisten Geschichtsbüchern genannt wird, kann also keine Rede sein. Eine Ergreifung oder eine feindliche Übernahme, geht immer mit nicht legalen Mitteln einher. Hitler und die NSDAP nutzten die antisoziale, antikommunistische und antijüdische Stimmung um auf Stimmenfang zu gehen. Ein Prozess der auch heute noch, wenn auch subtiler und/oder mit anderen Themen, stattfindet. Politiker_innen, bezeichnen wir Adolf Hitler als solchen, schüren vor Wahlen Ängste und verbieten oder diskreditieren politische Gegner.

Adolf Hitler bzw. die NSDAP wurde vom Volk gewählt. Eine Tatsache, die gerne verdrängt wird. Fragen Sie doch mal ihre Eltern oder Großeltern welche Partei sie gewählt haben. Nur die wenigsten werden sicher zugeben, dass sie durch Ihre Wahl und die Unterstützung von Hitler den Holocaust, also den millionenfachen Mord an Menschen, ermöglicht haben. Damit unterscheiden sie sich aber keinesfalls von der Politik des Nachkriegsdeutschlands. Eine glaubwürdige Ächtung oder gar der Versuch einer Wiedergutmachung fand und findet nicht statt. NS-Kriegsverbrecher_innen werden nicht zur Rechenschaft gezogen!

Mit dem heutigen Gedenken möchten wir mahnen und erinnern!

Nie wieder Nationalsozialismus!
Nie wieder Faschismus!

27. Januar 1945 – Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar 1945 wurden die Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front nach fast fünf Jahren endlich befreit.
Der Lagerkomplex umfasste das Stammlager Ausschwitz I, das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau und einen dritten Teil, das Konzentrationslager Monowitz, sowie weitere Außenlager.  Durch Unterernährung, mangelhafte Hygiene, Krankheit, Schwerstarbeit und Misshandlungen, sowie letztlich durch die industrielle Massenvernichtung starben hier von 1940 bis 1945 1,1 Millionen Menschen.
Ursprünglich war das KZ Auschwitz aufgrund seiner „günstigen verkehrstechnischen Lage“ als Quarantäne- und Durchgangslager für verhaftete polnische Staatsangehörige aus Oberschlesien geplant, die als Zwangsarbeiter_innen nach Deutschland verschleppt werden sollten. Genutzt wurden die Lager von den Nazis jedoch als größter Tötungsapparat der Geschichte.
Vom 17. bis zum 23. Januar 1945 wurden die Auschwitz-Lager von der SS „evakuiert“ und etwa 60.000 Häftlinge teilweise in Güterwaggons transportiert und/oder über weite Strecken in Todesmärschen nach Westen getrieben. Vermutlich haben davon 9.000 bis 15.000 Menschen die „Lagerauflösung“ nicht überlebt. In den Haupt- und Nebenlagern blieben etwa 7.500 Häftlinge zurück, die zu schwach oder zu krank zum Laufen waren. Es ist anzunehmen, dass eine Vernichtungsaktion für die zurückgelassenen Gefangenen nur durch das rasche Vorrücken der Roten Armee verhindert wurde. Als erstes wurde das Konzentrationslager Monowitz am Vormittag des 27. Januar befreit. Bei der folgenden Befreiung des Stammlagers verloren 232 sowjetische Soldat_innen im Kampf mit sich zurückziehenden deutschen Soldat_innen ihr Leben. Im Stammlager, das gegen 15 Uhr erreicht wurde, fanden die Befreier rund 1.200 kranke Häftlinge vor; in Auschwitz-Birkenau waren 5.800 Gefangene zurückgeblieben. Trotz ärztlicher Bemühungen verstarben noch viele dieser befreiten Häftlinge in den folgenden Tagen.

In Gedenken an die unzähligen Opfer des Holocaust!
Auf das Auschwitz sich nie wiederhole!