Thor Steinar auf JU-Gründungstreffen!

Am 15. Oktober 2011 feierte die Junge Union Bissendorf mit ca. 60 Freund_innen und Bekannten ihre Gründung. Darunter auch ein Mensch der durch das Tragen eines Pullovers der Marke Thor Steinar auffiel. (s. Bild)

JU Bissendorf 15-10-11

Die Marke Thor Steinar wurde im Jahr 2002 von Axel Kopelke in Brandenburg gegründet. Kopelke ist zu der Zeit mehrfach durch enge Kontakte zur Neonaziszene aufgefallen und bot mit seinem Geschäftsräumen eine Anlaufstelle für rechtsoffene Jugendlich vor Ort. Demnach scheint es wenig verwunderlich zu sein, dass die verwendete Symbolik auf den Produkten der Marke germanische Runen sind, welche bereits von den Nationalsozialist_innen in Deutschland instrumentalisiert wurden. Die Nazis benutzten explizit diese Runen um Kraft, Stärke, Macht, Wille und Zusammenhalt in der SS, SA und der Wehrmacht zu demonstrieren und damit ihren „germanischen Ahnen“ zu huldigen. Die Marke gewann auf diese Weise sehr schnell Zuspruch in der rechten Szene und wird von Ihr zum Großteil bis heute gerne getragen. Erst durch Proteste der linken Szene wurde die Öffentlichkeit auf das Label aufmerksam. Dadurch änderte Thor Steinar seine Symbolik und versucht seit dem mit weniger auffälligen und weniger aggressiven Runen sein Image zu bessern. Die Beliebtheit in der rechten Szene blieb trotzdem bestehen.

(für weiter Infos zu der Marke Thor Steinar: http://thorsteinarstoppen.blogsport.de/)

Da der Vorwurf gegenüber Thor Steinar eine Nazimarke zu sein deshalb nicht unberechtigt ist und an einer Gründungsfeier unsere Meinung nach hauptsächlich Freund_innen und Bekannte teilnehmen, fordern wir die Junge Union auf, sich mit rechter Ideologie und Einstellungen eben dieser Freund_innen und Bekannten und der Marke Thor Steinar kritisch auseinander zu setzen! Leider sind verschiedene Ortsgruppen der Junge Union in der Vergangenheit schon mehrmals durch Verbindungen zu rechtsoffenen Personen und Gruppierungen negativ in Erscheinung getreten. Im Zwiespruch dazu steht, dass die CDU/CSU in den öffentlichen Debatten gegen Nazis und „Rechtsterroristen“ „aktiv“ Stellung bezieht. Des Weiteren scheint es mehr als merkwürdig, dass sich eine Partei und ihre Jugendorganisationen stets auf ihre „ach so heilige Verfassung“ beruft. Sich aber auf der anderen Seite mit Menschen umgibt, welche eine Kleidungsmarke tragen, die des Öfteren aufgrund der verwendeten Symbolik mit eben dieser in Konflikt geraten ist.
Auch wenn das Label weiterhin versucht ihr Image und ihre Geschichte zu verschleiern und durch einen arabischen Investor aufgekauft wurde, bleibt die Gesinnung die Gleiche.

Thor Steinar ist und bleibt Thor Steinar!
Scheiße ist und bleibt Scheiße!