Filmvorführung: ‚300 Juden gegen Franco‘

Heute abend zeigen wir im Café Résistance nach einer kurzen Einleitung den Dokumentarfilm „300 Juden gegen Franco“.

Guerra

Als 1936 der Spanische Bürgerkrieg begann, verließen mehr als 300 Jüdinnen und Juden das britische Mandatsgebiet Palästina, um in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus zu kämpfen. Viele von ihnen waren jüdische Kommunist_innen und davon überzeugt, dass der Faschismus nicht nur das größte Übel für die Jüd_innen, sondern der Menschheit überhaupt sei.
Diese Freiwilligen aus Palästina mussten sich mit dem Widerstand der zionistischen Gemeinschaft sowie der Kommunistischen Partei auseinander setzen. Denn auch in Palästina wurde beim Aufbau der jungen Siedlungen und Kibbuzim jede Hand gebraucht – im “gelobten Land” für einen jüdischen Staat zu kämpfen, hielten viele für wichtiger, als das Leben in der Fremde aufs Spiel zu setzen. Auch die Familien der Freiwilligen verstanden diesen Einsatz oft nicht. Denn manche der engagierten Kämpfer_innen waren ja gerade erst den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in Deutschland entkommen, so wie der junge Deutsche Kurt Goldstein.
Neben Goldstein kommen in der Dokumentation “300 Juden gegen Franco” weitere der letzten heute noch lebenden Freiwilligen und Familienangehörigen zu Wort, ergänzt von Filmausschnitten, Tagebuchauszügen, Briefen und Dokumenten.