Archiv für Juni 2011

Mobilisierungsveranstaltung gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Bad Nenndorf 2011

Am Dienstag, dem 19. Juli 2011, findet ab 20:00 Uhr im SubstAnZ (Frankenstr. 25a, Osnabrück) im Café Résistance eine Mobilisierungsveranstaltung statt. Hier wird es Informationen rund um den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf und eventuell die Besprechung einer gemeinsamen Anreise zu den Gegenprotesten geben.
Das Café ist wie immer ab 19:00 Uhr geöffnet.

In diesem Jahr am 6. August wollen wieder hunderte Neonazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“-Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Bad Nenndorfer Militärgefängnis „Wincklerbad“ verstorben sind. Das Wincklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u.a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS-Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager, inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten umzudeuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „allierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahl an diesem Aufmarsch steigt von Jahr zu Jahr. Es ist der größte Aufmarsch Norddeutschlands und der drittgrößte in der BRD.
Seit dem 1. Aufmarsch im Jahr 2006 gab es immer wieder einfallsreiche Aktionen, die den Aufmarsch verzögern und stören konnten. Gänzlich verhindert werden konnte er bisher leider nicht. So auch im vergangenen Jahr, als die Polizei den Aufmarsch von rund 900 Neonazis an einer Betonpyramide mit angeketteten Gegendemonstrant_Innen vor dem Wincklerbad vorbeiführte – und damit auf die Forderungen des Anmelders Marcus Winter einging.
Auch in diesem Jahr werden mehrere hundert Nazis in Bad Nenndorf erwartet.

Dresden und andere Städte haben es gezeigt: Mission possible!
Trotz der politischen Gewolltheit des Aufmarsches und der enormen Polizeipräsenz der letzten Jahre sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!
Offensiv stoppen. Kreativ sabotieren.
Kommt am 6. August nach Bad Nenndorf!

to be continued: badnenndorf.tk

Kriminalisierung von Antifaschist_innen

soliremagen
Am 20.11.2010 fand in Remagen in Rheinland-Pfalz ein Naziaufmarsch statt. Im Rahmen der Proteste gegen diesen kam es am 23. Mai 2011 vor dem Amtsgericht Rhein-Ahr zu der Verurteilung eines 23-jährigen Antifaschisten.
Ihm wurden eine 18-monatige Bewährungsstrafe, 1500 Euro Schmerzensgeld und 150 Sozialstunden sowie diverse Auflagen aufgebrummt. Angeblich soll er im Rahmen einer Auseinandersetzung mit der Polizei einem Cop eine Platzwunde am Kopf zugefügt haben. Die Verurteilung erfolgte ohne jegliche Beweise nur aufgrund der Aussage des betreffenden Bullen. Gegen einen Zeugen, der den Antifaschisten entlastete und vom Gewalteinsatz der Knüppelgarde berichtete, wurde ein Verfahren wegen Falschaussage eingeleitet.
Das einzige Indiz des Gerichts: Der Angeklagte ließ sich im Krankenhaus wegen Verletzungen durch Pfefferspray behandeln.
Der zuständige Oberstaatsanwalt ließ bereits bei der Haftprüfung nach der Festnahme des Antifaschisten verlauten, er werde ihn und seine „Freunde allesamt in den Knast“ bringen. Sechs weiteren Menschen wird inzwischen „Landfriedensbruch“ und „gefährliche Körperverletzung“ vorgeworfen.
In der Region Rhein-Ahr agiert die aktive und gefährliche Nazigruppe „Aktionsbüro Mittelrhein“. Dringend notwendige Antifa-Arbeit wird hier erneut kriminalisiert und verfolgt, Menschen werden ohne Beweise und nach der Einschüchterung von Zeugen verurteilt. Durch die Prozesse kommen Kosten von ca. 15.000 Euro auf die Antifaschist_innen zu.

Zeigt Solidarität – Spendet Geld!

Rote Hilfe e.V.
Konto Nr 400 723 8302
GLS Gemeinschaftsbank
BLZ 430 609 67
Stichwort: Remagen

Ausführliche Informationen unter: remagensoli.blogsport.de
und antifabonn.blogsport.de

Hannover: Das Militärfest zum Desaster machen!

Am 8. Juli 2011 ist es in Hannover wieder soweit: Die selbsternannte „deutsche Zivilgesellschaft“ möchte sich mit den kriegführenden Soldat_Innen der Bundeswehr unter dem widerlichen Motto „Ori­ent und Ok­zi­dent“ zum Sommerbiwak versammeln.
In den letzten Jahren stieß dieses militaristische Spektakel der 1. Panzerdivision auf zunehmend störenden Widerstand und korrelierend sank auch die Anzahl der Gäste im Congress Centrum stetig.

Sommerbiwaklang

Auch die­ses Jahr wird es wie­der zahl­rei­che Pro­test­ak­tio­nen und mas­si­ven Wi­der­stand geben. Die In­vi­te Gery Tower GmbH hat von event it die Durch­füh­rung über­nom­men und kün­digt auf ihrer Hom­pa­ge groß­spu­rig an, 7.​000 Gäste ein­zu­la­den. Ob der Ver­lust von 1.​000 Gäs­ten (nur noch 5.​500 letz­tes Jahr) dazu ge­führt hat, dass die Event­gen­tur aus­ge­wech­selt wurde, kann nur spe­ku­liert wer­den.
Wie­vie­le Gäste die­ses Jahr auch kom­men mögen, eins steht fest: wir wer­den ihnen ihr Fest mehr denn je ver­mie­sen!
Am 8. Juli Som­mer­bi­wak und Mi­li­tär­freun­de und Freun­din­nen an­grei­fen!

Alle Infos unter: antimilitarismus.blogsport.de

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NACHTRAG: Bericht ‚Widerstand gegen Sommerbiwak 2011′