Gedenkdemonstration in Dortmund

Dortmund_Gedenkdemo

Wir erinnern uns:
Am Ostermontag, den 28.03.2005, um kurz nach 19:00 Uhr traf der damals 17-jährige Neonazi-Skin Sven Kahlin mit seiner Freundin an der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder City auf eine Gruppe Punks. Einer von ihnen, „Schmuddel“, wollte die rechten Sprüche Kahlins nicht unkommentiert lassen und folgte den beiden alleine in die U-Bahn-Station. Es kam zum Streit. Der Neonazi zog plötzlich ein Messer und stach mit erheblicher Wucht auf sein Opfer ein. Der Stich traf „Schmuddel“ ins Herz. Der Mörder flüchtete, konnte aber kurz darauf verhaftet werden. „Schmuddel“ verstarb wenig später im Krankenhaus. Am darauf folgenden Samstag demonstrierten 4000 AntifaschstInnen aus Wut und Trauer über die Tat und in dem Wissen, dass nur eine entschlossene antifaschistische Gegenwehr der Bedrohung durch die Neonazis Einhalt gebieten kann.
Seitdem gedenken jedes Jahr mehrere Hundert AntifaschistInnen Thomas und allen anderen Opfern rechter Gewalt und tragen zugleich ihren Protest gegen kapitalistische Verwertungslogik, nationales Zwangskollektiv und gesellschaftliche Gewaltverhältnisse auf die Straße.

Hier ist das vollständige Urteil gegen seinen Mörder Sven Kahlin dokumentiert.

Antifa-Demo „Nichts und niemand ist jemals vergessen!“ am 02.04.2011 um 16.00 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof!
Kundgebung in Gedenken an Thomas Schulz – 28.03.2011 – 18.30 Uhr – Dortmund [U-Bahnstation Kampstraße]
antifaunion.blogsport.de

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NACHTRAG: 700 Antifas bei Thomas-Schulz-Gedenkdemo
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Am Samstag, dem 2. April, veranstaltete das Dortmunder Antifa-Bündnis eine Demonstration gegen rechte Gewalt. Zwischenzeitlich bis zu 700 Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen durch die Dortmunder Innenstadt und den Norden, um an den von einem Neonazi ermordeten Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz zu erinnern.

Thomas wurde am 28.03.2005 in der U-Bahn-Station Kampstraße von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven Kahlin erstochen, weil er dessen rechte Sprüche nicht unkommentiert stehen ließ. Jährlich veranstalten Antifaschist_innen in Dortmund seitdem Demonstrationen und Kundgebungen, um an diesen Mord und die zahlreichen Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Bereits am 28.03.2011 gedachten 150 Antifaschist_innen dem Mord an Thomas Schulz am Tatort, der U-Bahnstation Kampstraße.

Die Dortmunder Nazis nutzten den Tag um in Lütgendortmund ihre rassistische Hetze gegen das kürzlich dorthin gezogene Asylbewerber_innenheim zu verbreiten. Einige Antifaschist_innen protestierten mit einem Transparent in der Nähe des neuen Heimes gegen die Nazis und auch gegen rassistische Äußerungen der Anwohner_innen.

Wir freuen uns das erneut hunderte Menschen zum Gedenken an den rechten Mord zusammengekommen sind, und bedanken und bei allen die uns unterstützt haben. Bei aller Freude zeigt der Tag aber auch, das in Dortmund noch viel zu tun ist. Wir bleiben am Ball.
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