Archiv für September 2010

Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland

Am dritten Oktober 2010 jährt sich zum zwanzigsten mal die „Wiedervereinigung“ Deutschlands.
Vom 2.-3. Oktober finden in Bremen die offiziellen Feierlichkeiten unter dem Motto „20 Jahre deutsche Einheit“ statt.
Aufgeboten wird eine Melange aus Nena, dem Bundespräsidenten und deutschen Wurstbuden. Es soll ein deutsch-nationales Party-Event werden, bei dem die Deutsche Nation als historisch gewachsene Einheit und der Kapitalismus als wohlstandsbringende Ordnung präsentiert werden.
Die Ursache der Teilung, der Nationalsozialismus, bleibt unerwähnt und die Geschichte wird umgedeutet, sodass das vereinte Deutschland wieder ein Anrecht auf Vormachtstellung in der Staatenkonkurrenz erhält.

Was am 3. Oktober gefeiert wird, ist die Freiheit, das eigene Leben in Konkurrenz und (Lohn-)arbeit verbringen zu dürfen und einer Nation anzugehören, die sich ihrer Geschichte nicht schämen muss.
Wir werden diesem nationalistischen Event unsere Kritiken an den herrschenden Verhältnissen entgegenstellen.
Beteiligt euch an der Demonstration (2. Oktober 2010, Bremen Hbf., 16.30 Uhr) sowie an den verschiedenen Aktionen.
Seid kreativ gegen die deutsch-nationalistischen Feierlichkeiten!
You say „Deutschland“ – We say: „die!“

Nazi-Übergriff in Bückeburg

Fight Together!

Am Samstag, dem 28.8.2010, hat eine Gruppe Neonazis in Bückeburg im Kreis Schaumburg einen Mann aus Porta Westfalica brutal zusammengeschlagen.

Die Bande, bestehend aus zehn bis zwanzig schwarz gekleideten Rechten, hatte sich gegen 22 Uhr im Bereich einer Grundschule in der Petzer Straße aufgehalten.
Als sie auf der Straße ihr Opfer entdeckten, in dem sie einen Antifaschisten zu erkennen glaubten, attackierten sie ihn sofort aufs Heftigste.
Erst schleuderten sie Flaschen auf ihn, danach traktierten sie ihn mit Schlagstöcken, Fäusten und Tritten.
Dabei trug der 27-Jährige mehrere Prellungen und Platzwunden davon.
Erst als die von Anwohnern alarmierte Polizei eintraf, ließen die Täter von ihm ab.
Er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Infolge des Überfalls verhafteten die Beamten noch in der Nähe des Tatorts fünf Männer, die regionalen Nazistrukturen angehören und die sie als Rädelsführer der Tat einschätzen.

Wehrt euch gegen Naziangriffe!
Solidarität mit den Opfern faschistischer Gewalt!
Organisiert den antifaschistischen Selbstschutz!

Quellen:
Schaumburger Zeitung , 31.08.2010
Radio Westfalica , 31.08.2010
ddp, 02.09.2010
hiergeblieben.de, 02.09.2010